"Wer kontrolliert eigentlich eure Software?"

KI generiert: Das Bild zeigt einen lächelnden Mann in einem grauen T-Shirt, der vor einem Hintergrund mit dem Aufdruck "NEOS CONFERENCE" steht und eine Armbanduhr trägt.

Digitale Souveränität verstehen

Was wäre, wenn eure Software plötzlich nicht mehr funktioniert – und ihr nichts dagegen tun könnt?

Das ist kein theoretisches Szenario.

Als 2025 der Chefankläger des Internationalen Strafgerichtshofs zeitweise den Zugriff auf E-Mail-Dienste verlor, weil Microsoft aus politischen Gründen Accounts gesperrt hatte, wurde deutlich, wie abhängig selbst gewichtige Institutionen von internationalen politischen Ereignissen sind. Kurz darauf zeigte der globale Cloudflare-Ausfall, wie schnell zentrale Teile des Internets gleichzeitig gestört sein können - mit Auswirkungen auf tausende Dienste weltweit.

Beide Fälle zeigen nicht nur technische Probleme, sondern strukturelle Abhängigkeiten: Zentrale digitale Infrastruktur liegt oft in den Händen weniger Anbieter - und entzieht sich damit unserer direkten Kontrolle.

Digitale Souveränität beschreibt die Fähigkeit, mit genau diesen Abhängigkeiten bewusst umzugehen.

Es geht nicht darum, alles selbst zu betreiben.
Sondern darum, handlungsfähig zu bleiben:

  • wenn sich politische Rahmenbedingungen ändern
  • wenn Anbieter ihre Geschäftsmodelle anpassen
  • oder wenn zentrale Dienste ausfallen

In der Praxis zeigt sich digitale Souveränität selten in einzelnen Tools, sondern in der Art, wie Systeme aufgebaut sind und wie gut Organisationen sie verstehen.

Als Unternehmen, das seit fast zwei Jahrzehnten tief in der community-basierten Open-Source-Entwicklung verankert ist, ist digitale Souveränität keine ideologische Frage, sondern eine praktische:

Wie gestalten wir digitale Systeme so, dass sie auch dann funktionieren, wenn sich die Welt um sie herum verändert?

Was ist Open Source Software?

Open Source bedeutet, dass der Quellcode einer Software öffentlich zugänglich ist.
Das heißt: Jede:r kann einsehen, wie die Software funktioniert.

Damit verbunden sind in der Regel vier zentrale Freiheiten:

  • Verstehen
    Der Code ist einsehbar, die Funktionsweise ist transparent.
  • Nutzen
    Die Software kann frei verwendet werden.
  • Anpassen
    Sie kann an eigene Bedürfnisse angepasst werden.
  • Weitergeben
    Veränderungen dürfen geteilt und weiterentwickelt werden.

Wovon hängt digitale Souveränität ab?

  • Architektur
    Modularität, Schnittstellen, Kopplung von Systemen
  • Datenkontrolle
    Offene Formate, Exportmöglichkeiten, Portabilität
  • Standards & Schnittstellen
    APIs, Interoperabilität, Vermeidung von Lock-in
  • Infrastruktur & Betrieb
    Hosting, Jurisdiktion, Zugriff auf Systeme
  • Software-Lieferkette
    Abhängigkeiten von Bibliotheken, Diensten und Plattformen
  • Know-how im eigenen Team
    Verständnis der Systeme statt Black Box

Mehr Unabhängigkeit?
Wir unterstützen euch.

Vom unterhaltsamen Tiefflug durch die Themenlandkarte über ein Management-Lunch&Learn bis hin zur technischen Schulung von Dev-Kolleg:innen – oder einer langfristigen Begleitung bei der Entwicklung souveräner Software-Strategien – wir stellen uns auf euch ein. 
Das Bild zeigt eine lächelnde Frau mit hellem Kopftuch, in dunklem Oberteil und Blazer mit einem Pin der Sustainable Development Goals auf dem Revers.