"Was nicht im Angebot steht, zahlt ihr später."

KI generiert: Das Bild zeigt eine Gruppe von Menschen, die sich in einem Raum mit blauer Wand und gelben Streifen befinden und in ein Gespräch vertieft sind.

Software einkaufen - aber richtig.

Software wird oft beschafft wie Büromaterial: Anforderungen definieren, Angebote vergleichen, Preis bewerten, fertig.

Das Problem: Software ist kein statisches Produkt. Sie beeinflusst über Jahre hinweg Energieverbrauch, Hardwarebedarf, Abhängigkeiten, Sicherheit und die eigene Handlungsfähigkeit. Mit jeder Beschaffungsentscheidung wird festgelegt, wie viel Kontrolle ihr behaltet, wie lange eure Systeme nutzbar bleiben und wie viele Ressourcen ihr indirekt verbraucht. Der Energiebedarf für die gleiche Funktion kann sich um ein Vielfaches unterscheiden, und ineffiziente Software kann dazu führen, dass Hardware frühzeitig ersetzt werden muss. Und genau hier liegt euer Hebel.

Woran ihr nachhaltige Software erkennt

Wenn man genauer hinschaut, lassen sich viele der Auswirkungen von Software schon bei der Beschaffung erkennen. Es geht weniger um einzelne "grüne" Features, sondern um grundlegende Eigenschaften:

Läuft die Software auf bestehender Hardware?

Gute Software passt sich an eure Infrastruktur an, nicht umgekehrt. Wenn neue Hardware notwendig wird, lohnt sich ein genauer Blick. Oft liegt das nicht an euren Anforderungen, sondern an ineffizienter Software.

Wie lange bleibt die Software nutzbar?

Wird die Software regelmäßig weiterentwickelt? Gibt es langfristige Updates? Oder ist absehbar, dass ihr in wenigen Jahren neu beschaffen müsst? Langlebigkeit ist einer der wichtigsten Nachhaltigkeitsfaktoren.

Wo liegen eure Daten und wer hat Zugriff?

Gerade bei Cloud-Lösungen ist wichtig zu verstehen, wo Daten gespeichert werden und wer Zugriff hat. Das betrifft nicht nur Datenschutz, sondern auch eure Unabhängigkeit.

Wie wartbar ist die Lösung?

Könnt ihr die Software anpassen oder erweitern? Gibt es genügend Wissen und Dokumentation? Oder seid ihr dauerhaft auf externe Unterstützung angewiesen?

Wie effizient arbeitet die Software?

Nicht jede Software, die das Gleiche tut, verbraucht gleich viele Ressourcen. Datenmengen, Ladezeiten und Hintergrundprozesse machen einen großen Unterschied. Das bleibt oft unsichtbar, hat aber langfristige Auswirkungen.

Wie offen ist das System?

Kann die Software mit anderen Systemen kommunizieren? Gibt es Schnittstellen und Exportmöglichkeiten? Oder bindet ihr euch stark an einen Anbieter? Offene Systeme geben euch mehr Spielraum für die Zukunft.

Wie abhängig macht ihr euch?

Was passiert, wenn ihr den Anbieter wechseln wollt? Sind eure Daten und Prozesse übertragbar? Oder wird ein Wechsel so aufwendig, dass er praktisch nicht mehr möglich ist?

Viele dieser Kriterien finden sich auch im Umweltzeichen „Blauer Engel“ für Software wieder, an dessen Entwicklung wir als Praxispartner beteiligt waren. Der Leitfaden zur umweltfreundlichen öffentlichen Beschaffung von Software baut direkt darauf auf und übersetzt diese Anforderungen in konkrete Beschaffungskriterien.

Das Spannende: Diese Kriterien sind nicht nur ökologisch sinnvoll. Sie sind auch wirtschaftlich klug, denn sie verlängern Nutzungszyklen, reduzieren Risiken und stärken eure digitale Souveränität.

Nicht nur Preise vergleichen? Wir unterstützen euch.

Vom verständlichen Einstieg in nachhaltige Beschaffung über einen strukturierten Workshop entlang des Umweltbundesamt-Leitfadens bis hin zur konkreten Begleitung eurer Ausschreibung – wir stellen uns auf euren Kontext ein.
Das Bild zeigt eine lächelnde Frau mit hellem Kopftuch, in dunklem Oberteil und Blazer mit einem Pin der Sustainable Development Goals auf dem Revers.